Freitag, 26 Mai 2017 07:39

Messenachbericht zur Interzum 2017

interzum 2017: Mobiler Raum ändert Ansprüche an Materialien

Die Trends und Neuheiten im Bereich „Textile & Machinery“.

Die Möbelwelt blickte Mitte Mai gespannt auf Köln: Die interzum war für die Spezialisten aus der Fertigung von Möbeln, Fenstern uvm. in diesem Jahr das Highlight schlechthin. Die Weltleitmesse ist der Impulsgeber der Zulieferbranche und setzt Trends für die Gestaltung der Lebensräume von morgen. Was in Kürze in Möbelform gegossen wird, war bei dieser Messe in Köln vom 16. bis 19. Mai 2017 zu sehen. Dabei waren die Themen Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Automatisierung, Digitalisierung und vor allem auch Mobilität von Lebensräumen große Themen. Diese spielen auch im Angebotsbereich „Textile & Machinery“ die Hauptrollen.

Neben „Funtion & Components“ und „Materials & Nature“ waren „Textile & Machinery“ eine der drei Angebotssegmente der Weltleitmesse interzum. Drei fokussierte Bereiche, die dem Fachpublikum einen neuen Blickwinkel auf das tägliche Business ermöglichen sollten. „Im Angebotssegment Textiles & Machinery waren Polstermaterialien, Stoffe und Leder sowie dazugehörige Verarbeitungsmaschinen die Hauptdarsteller“.

Trends gab es in diesem eher technisch anmutenden Segment ebenfalls zu erleben. Beispielsweise leistungsstarke Textilien, wie klimaregulierende Bezugsstoffe oder witterungsbeständige Outdoor-Stoffe. Letztere sind beispielsweise wasserfest, antibakteriell, UV-beständig oder kältebruchresistent. „Die Materialität ist für Architekten ganz wichtig. Man wusste gar nicht, wohin man während der Messetage schauen sollte, weil es einfach so viel zu entdecken gab.

Mobilität ist ein wesentlicher Aspekt
Hinzu kommt aber auch eine neue Thematik, die bisher während einer interzum noch nie bespielt worden war: „Mobile Spaces“ hieß das Motto der Sonderfläche in der Halle 10.1. Die interzum wird dadurch immer mehr für Designer, Architekten, Planer und Ausstatter von mobilen Innenräumen wie Automobilen oder Caravans hochinteressant. Deshalb wurden in dem Umfeld der Eventfläche in diesem Jahr auch namhafte Zulieferer aus dem Automobilbereich versammelt – das ist eine ganz neue Ausstellergruppe für die Weltleitmesse. Daneben ging es aber auch um mobile Räume wie Hausboote oder öffentliche Transportmittel. „Neue Sonderflächen und andere Ausstellungsformate warfen einen Blick auf zukunftsweisende Entwurfs- und Produktionsansätze“.

Mehrschichtige Möbelfronten oder Mineralwerkstoff. Die sind in diesem Bereich und in dieser Art und Weise bislang noch nicht verbaut worden. „Von der eleganten Echtglas-Regendusche bis hin zum edlen Naturstein-Dekor im Bad haben wir uns viele Highlights zum Wohlfühlen einfallen lassen. Hinzu kommen die Grafic-Lights mit ihren aufwändig integrierten Lichtleiterbahnen“, erklärt Morelo.

Mit hochwertigen Werkstoffen recourcenschonend umgehen konnte man In der Halle 10.1 sehen. Auch J.H. Automatisierung gewinnt weiter an Bedeutung Ein weiteres großes Thema ist weiterhin die Automatisierung. Die hat auch für viele Matratzenhersteller enorm an Bedeutung gewonnen. „Im High-Tech-Markt der lohnintensiven Länder steigt der Trend zu höherem Output durch Prozessoptimierungen. Nicht nur der Anspruch an Präzision bei gleichzeitig kurzen Durchlaufzeiten ist gestiegen, sondern es muss auch ein hohes Maß an Flexibilität hinzukommen.

Text und Bilder: Stefan Fietz

Publiziert in MESSEMELDUNGEN