Verbandsspruchkammer hebt Spielwertung des Staffelleiters wegen schuldhafter Spielverhinderung auf

Das am 16. Oktober kurzfristig ausgefallene Meisterschaftsspiel der Oberliga Westfalen zwischen dem SuS Stadtlohn und der Spvgg Erkenschwick muss nun doch neu angesetzt werden. Die Verbandsspruchkammer hat der Beschwerde des SuS über die Spielwertung durch den Staffelleiter Reinhold Spohn für die Spielvereinigung wegen schuldhafter Spielverhinderung durch den Gastgeber aufgrund des Nichtausweichens auf den vorhandenen Ausweichplatz vollumfänglich stattgegeben und Spielwertung für Erkenschwick wie Ordnungsgeld für Stadtlohn aufgehoben. Die Begründung: Die Spielordnung des WFLV sieht im §43 II (6) einzig eine Spielwertung in diesem besonderen Fall vor bei „unsportlicher Verhinderung eines Pflichtspiels“ durch einen Verein. Dieses konnte dem SuS Stadtlohn nicht nachgewiesen werden. Grundsätzlich war auch die Aussage von Schiedsrichter Tim Zahnhausen maßgeblich: Dass der nicht gesperrte Naturrasen unbespielbar war, sei unbestritten und mit den Vereinsvertretern abgestimmt gewesen. Auf ein kurzfristiges Ausweichen auf Kunstrasen habe er verzichtet aus zwei Gründen: Zu einen hätten ihm Kollegen aus dem Kreis Herne von den Gegebenheiten und Vorkommnissen beim und vor allem nach dem Nachholspiel an Gründonnerstag zwischen den Vereinen berichtet – unterstützt sei dies noch durch den Umstand worden, dass er im Zuge der Spielabsage von einem sichtlich alkoholisierten Erkenschwick-Anhänger verbal angegangen worden war - ,zum anderen habe er den Staffelleiter nicht erreicht, um sich abzusichern, dass das Spiel auf Kunstrasen auf dem Trainingsgelände durchgeführt werden darf. Die Entscheidung habe somit letztlich der Schiedsrichter mit seinem Team getroffen – ohne Einfluss durch den Heimverein, so die Kammer. Das Urteil ist unanfechtbar.

oberliga westfalen stadtlohn erkenschwickDass es sich durchaus um ein mögliches Grundsatzurteil mit juristischen Feinheiten handelte, darauf wies die Kammer unter dem Vorsitz von Georg Schierholz (Lippstadt) gleich hin. Nur an diesem Termin hätte man die komplette Besetzung im Januar zusammenbekommen, ein Verlegungswunsch Stadtlohns aufgrund des urlaubsbedingten Fehlens der Protagonisten Markus Plate (Sportlicher Leiter) und Daniel Sekic (Trainer) konnte somit nicht stattgegeben werden.

Über einen „absolut fairen und harmonischen Verhandlungsverlauf“ wusste Geschäftsführer Michael Schley zu berichten, der den Verein gemeinsam mit dem Vorsitzenden Wilfried Steinhage – unterstützt von Betreuer Theo Vennemann – vertrat und der die gesamte Beschwerde für den Verein ausgearbeitet und initiiert hatte. „Man hat sofort gespürt, dass wir die Verhandlung mit der umfangreichen Stellungnahme und dem schlüssigen Antrag auf sportgerichtliche Entscheidung sehr gut vorbereitet hatten. Spätestens nach der Aussage des Schiedsrichters war mit klar, dass die Entscheidung durch den Staffelleiter in diesem konkreten Fall so nicht stehen bleiben konnte und somit rechtswidrig war. Die Spielordnung sieht für diesen Fall keine Konsequenz für einen Heimverein vor“, so Schley. Erkenschwicks Vertreter selbst erkannten an, dass eine Verlegung zum Zeitpunkt der Absage eine Stunde vor dem geplanten Anpfiff „organisatorisch utopisch“ gewesen sei – man habe aber das Gefühl gehabt, dass Stadtlohn aufgrund der unzureichenden Vorbereitungsmaßnahmen im Stadion selbst die Absage forciert habe und gar nicht spielen hätte wollen. Grundsätzlich sei der SuS bereits bei der miesen Wetterprognose am Mittwoch vor dem Spiel angehalten gewesen, den Kunstrasen für den Fall der Fälle vorzubereiten. So stehe es in den Durchführungsbestimmungen, so habe man in der Oberliga zu handeln, auf dieser Basis hätten auch beiden Trainer kommuniziert. „Für uns gilt nur das Wort der für die Durchführung Verantwortlichen, also Vorstand und sportliche Leitung. Da haben sich keine weiteren Personen einzumischen und dies auch nicht zu kommentieren. Und unser Wort lautete ab Mittwoch – bis dahin hatte es tagelang gar nicht geregnet - Naturrasen. So wurde es dem Gast auch mitgeteilt, damit sich dieser entsprechend vorbereiten konnte. Das war fair und ist auch in den Durchführungsbestimmungen so vorgesehen. Platz eins muss immer erst der bespielbare Naturrasen sein“, hielt Schley dem entgegen. In Erkenschwick wollte man endlich einmal eine „eindeutige Aussage“. Ähnlich wohl wie Staffelleiter Spohn.
Diese ist am Dienstag ausgeblieben, da die Erläuterungen des Schiedsrichters einer Grundsatzdiskussion den Wind aus den Segeln genommen hatten. Aber: „Die Kammermitglieder haben durchaus mit auf den Heimweg genommen, dass diese Regelungen und Vorgaben deutlich konkretisiert werden müssen. Es kann dabei aber immer nur Einzelfallentscheidungen geben, da Oberligaspiele mit höherem Zuschaueraufkommen wie gegen Lippstadt, Siegen oder Erkenschwick – was uns immer freut - jeweils anders zu beurteilen sind als Partien gegen Reservemannschaften wie zuletzt gegen Bielefeld. Und schließlich hat es in der Oberliga während der laufenden Saison bereits mehrere Fälle gegeben, die bei gleicher oder ähnlicher Voraussetzung ungleich zur Spielwertung in Stadtlohn behandelt worden waren. Somit hat die Verhandlung auch wichtige Erkenntnisse und Gedankenanstöße für die Zukunft gebracht“, so Steinhage. Man sei als SuS Stadtlohn seiner Verantwortung bewusst gerecht geworden – sicher auch im Sinne anderer überkreislich aktiver Vereine und ehrenamtlich engagierter Vereinsvertreter, Schiedsrichter und Funktionäre. Dass dieses Thema damit nicht abgeschlossen ist, sei offensichtlich, berichtet Schley. „Es wird gewiss ein Stein ins Rollen gebracht werden. Denn eine grundlegende Entscheidung ist ausgeblieben. Wir sind mal gespannt auf die Reaktion des Verbandsfußballausschusses bei der Ausarbeitung künftiger Durchführungsbestimmungen“, so Steinhage. „Vieles muss auf den Prüfstand“, erkannte Schierholz bei der Urteilsverkündung an.

„Wir haben in Kamen einen richtig guten Job gemacht – ohne Zweifel. Die umfangreiche Vorbereitungsarbeit hat sich ausgezahlt. Sicher werden wir uns dem Gast aus Erkenschwick – und vor allem den vielen und treuen Fans - auf dem kurzen Dienstweg erkenntlich zeigen, auch wir wären mit dieser Rolle am 16. Oktober extrem unzufrieden gewesen. Wir bedauern noch einmal die Entwicklung, die zur Spielabsage geführt hat. Wir brechen nach dieser erfolgreichen Beschwerde aber wie angekündigt nicht in Jubel aus. Wir wollten allein Gerechtigkeit erfahren. Jetzt liegt es im sportlichen Bereich, diese Vorlage des Vorstandes mit entsprechender Vorbereitung zu nutzen. Denn die drei Punkte sind immer noch nicht vergeben“, so Schley.

Ein Nachholtermin steht noch nicht fest - möglich ist das Karnevalswochenende eine Woche vor dem Rückrundenstart.

Letzte Änderung am Mittwoch, 06 Januar 2016 14:47

Die 1. Mannschaft von TuB Bocholt wird mit Felix Amler (Foto in der Bildmitte) vom Landesligisten VfL Rhede verstärkt. Der 20jährige Mittelfeldspieler wird ab sofort das lila-weiße TuB-Trikot tragen. Amler hat in der Jugend bei Borussia Bocholt gespielt. Danach ist er zum VfL Rhede gewechselt und hat dort noch als U19-Spieler einige Spiele in der Oberliga bestritten.

Foto Amler NEUIn den letzten 1 ½ Jahren in der 1. Mannschaft des VfL Rhede hat er dann stetig weniger Einsätze gehabt. Felix Amler ist Linksfuß, im Mittelfeld flexibel einsetzbar und hat darüber hinaus auch schon Erfahrungen als Linksverteidiger sammeln können. Trainer Sebastian Hufe, der Amler aus gemeinsamen Rheder Zeiten kennt, zeigt sich hocherfreut über die Spielerverpflichtung: „Wir sind sehr froh, dass Felix sich für uns entschieden hat, zumal er auch Angebote von höherklassigen Vereinen vorliegen hatte. Mit ihm haben wir einen der talentiertesten Bocholter Fußballer verpflichten können und wollen ihm eine Plattform bieten, von der aus er sich optimal sportlich wie auch menschlich weiterentwickeln kann.“

Der Sportliche Leiter der Lila-Weißen, Philipp Mayrhauser, weist ergänzend auf einen übergeordneten Aspekt dieses Wechsels hin: „Wenn sich ein solcher Spieler jetzt für TuB
Bocholt entscheidet, zeigt dies auch, dass wir hier wieder auf Kurs sind.“ Mayrhauser weiter: „Zusammen mit den bereits zahlreichen Zusagen von Spielern des bestehenden
Kaders und dem ein oder anderen weiteren Neuzugang werden wir auch in der neuen Saison sicher ein starkes Aufgebot haben und zwar unabhängig von der Klassenzugehörigkeit.“

Letzte Änderung am Mittwoch, 06 Januar 2016 15:50

Die sportlichen Leistungen beim RC Borken-Hoxfeld werden mit 12 Fahrzeugen honoriert. Die Fahrzeuge werden dem Verein 12 Monate zur Verfügung gestellt. Damit hat der RC nun einen großen Fahrzeugfuhrpark zur Verfügung, um gut und schnell zu den Auswärtsspielen fahren zu können.

Am 21.11.2015 hat die Unternehmensgruppe Bleker die Fahrzeuge an den Verein übergeben.

Der Bericht hier im Video:

Letzte Änderung am Montag, 23 November 2015 14:17

MEDICA2015 001Zum ersten mal fand die der weltgrößten Medizinmesse MEDICA 2015 sowie der parallelen Zuliefererfachmesse COMPAMED 2015 von Montag bis Donnerstag statt und dies ist bei den Fachbesuchern auf breite Zustimmung gestoßen und wurden vom Start weg in diesem Jahr gut angenommen. In 19 Messehallen präsentierten sich die internationalen Aussteller. Die Konzentration der MEDICA + COMPAMED auf die normalen Wochenarbeitstage bietet dem Fachpublikum vielfältigere Möglichkeiten der Reiseplanung. Das hat sich auch diesmal direkt positiv ausgewirkt auf die gut besuchten Fachmesse-Foren sowie die begleitenden Konferenzen. Hier fanden die vielen Programm-Highlights an allen Tagen regen Zuspruch.

Vom 16. - 19. November kamen 130.000 Fachbesucher aus rund 120 Nationen nach Düsseldorf (Vorjahr: 128.500). Der Anteil internationaler Besucher lag bei über 50 Prozent, auffällig viele kamen aus den Überseemärkten USA, Lateinamerika und verstärkt aus dem Iran und den arabischen Ländern. "Die MEDICA ist und bleibt über alle Ländergrenzen hinweg ein Top-Event im Hinblick auf die Tatsache, dass 96 Prozent der Besucher über Entscheidungskompetenz verfügen. Den für Investitionen besonders relevanten Experten aus Kliniken, Praxen, Labors, Handel sowie aus Reihen der Industrie und der Kostenträger (Krankenkassen) wurde von den erstmals fast 5.000 Ausstellern aus 70 Nationen das komplette Neuheiten-Spektrum für die ambulante und klinische Versorgung geboten.

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Text und Bilder: Stefan Fietz, 360Grad MesseKonzept

Messebericht zur A + A in Düsseldorf vom 27.-30.10.2015

AA2015 IMG 001Zur diesjährigen A+A in Düsseldorf kamen an den vier Messetagen mehr als 65.000 Fachbesucher, um sich bei den 1.887 Ausstellern aus 57 Nationen über die neuesten Trends in den Bereichen des Arbeit

sschutzes, der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Sicherheitsmanagements im Betrieb zu informieren. Das ist eine neue Bestmarke. 30 Prozent waren internationale Besucher, was auch einem Zuwachs entspricht und sie kamen aus 80 verschiedenen Ländern.

AA2015 IMG 002"Die A+A hat ihre Position als international führende Messe- und Kongressveranstaltung für sichere und gesunde Arbeit mit neuen Topwerten auf der Aussteller- und Besucherseite wieder einmal bestätigt. Über Europa hinaus setzt sie Impulse für den Markt und die politische Diskussion. Diesbezüglich waren auch die zahlreichen

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Aktivitäten rund um das diesjährige Partnerland Südkorea hilfreich. Durchweg gab es eine positive Resonanz und gute Stimmung in den Messehallen Dies konnte aus Gesprächen mit Ausstellern und internationalen Delegationen bilanziert werden.

 

 

 

 

Text und Bilder: Stefan Fietz 360Grad MesseKonzept

Letzte Änderung am Freitag, 30 Oktober 2015 18:00

Anuga 2015: Nach Ausstellerrekord auch Wachstum bei Besucherzahl

Rund 160.000 Fachbesucher aus 192 Ländern / Besucherqualität überzeugt Aussteller auf ganzer Linie

ANUGA2015 IMG 001Die Anuga 2015 verzeichnete nach einem Ausstellerrekord auch bei der Besucherzahl ein Wachstum. Rund 160.000 Fachbesucher aus 192 Ländern kamen vom 10. bis 14. Oktober 2015 zur Anuga nach Köln. „Die Anuga ist als Business- und Informationsplattform für die globale Foodbranche unerreicht“, „Sie hat ihre Position als internationale Leitmesse auch in diesem Jahr mehr als deutlich unterstrichen.“ Die Anuga 2015 präsentierte über 7.000 Aussteller aus 108 Ländern. Vor allem die Qualität der Besucher überzeugte die Aussteller. Entscheidungsrelevante Einkäufer aus dem Handel und dem Foodservice sorgten für einen dynamischen Messeverlauf. In diesem Jahr war Griechenland das Partnerland der Anuga und präsentierte sich erfolgreich mit über 200 griechischen Anbietern und der ganzen Vielfalt und Qualität seiner Lebensmittelwirtschaft.

Das hohe Interesse von Ausstellern und Besuchern aus dem In- und Ausland ist hoch und unterstreicht den Stellenwert der Anuga als weltweit bedeutendste Messe für Lebensmittel und Getränke. Auch in diesem Jahr konnten die Fachbesucher wieder tausende hochwertiger und innovativer Produkte testen. Diese große Vielfalt spiegelt klar die Lebensmitteltrends wider, die uns schon seit einiger Zeit begleiten. Guter Geschmack und Frische waren den Verbraucherinnen und Verbrauchern schon immer wichtig. Darüber hinaus gewinnt das Thema Convenience immer größere Relevanz. Leicht zu verzehren und leicht zu kochen müssen unsere Lebensmittel heute sein. Wer es schafft, diese Eigenschaften mit Gesundheits- und Nachhaltigkeitsaspekten zu verknüpfen, dem winken sehr gute Absatzchancen.ANUGA2015 IMG 002

Die Anuga-Aussteller nutzten die Messe intensiv, um neue Produkte und Konzepte dem überaus interessierten und orderfreudigen Fachpublikum vorzustellen. Eine große Bandbreite von innovativen Convenience- und Ready-to-Cook-Produkten sowie vegane und Health-Produkte sorgten für zahlreiche Impulse. Viele Anbieter zielten auch auf den wachsenden Außer-Haus- bzw. To-Go-Markt ab.

Informationen zu Trends und Entwicklungen im internationalen Nahrungsmittel- und Getränkemarkt wurden von Besuchern wie Ausstellern mit großem Interesse aufgenommen. Studien zufolge sind neben veganen auch vegetarische Angebote sehr gefragt, ebenso wie Bio- und fair gehandelte Produkte. Auch „Free From“-Konzepte - etwa ohne Laktose oder Gluten - liegen im Trend. Eine eigene Bühne hatten zur Anuga Halal-Produkte. Themen wie die Wertschätzung von Lebensmitteln, die Eindämmung von Lebensmittelverschwendung vor allem in den Industrieländern, Rückverfolgbarkeit, Tierwohl und Nachhaltigkeit werden die Diskussionen rund um Nahrungsmittel und Getränke auch in Zukunft prägen.

 

Text und Bilder: Stefan Fietz 360Grad MesseKonzept

Letzte Änderung am Freitag, 30 Oktober 2015 17:19

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